Unternehmensimmobilie

Unternehmensimmobilien sind bauliche Einrichtungen, die als Hülle für betriebliche Prozesse dienen. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Prozesse aus Forschung, Logistik, Anwendungstechnik sowie Leicht- und Schwerindustrie. Im weiteren Sinne lassen sich mit diesem Begriff alle betrieblich genutzten Immobilien zusammenfassen. Unternehmensimmobilien stellen in Deutschland den mit Abstand größten Teil der Gewerbeimmobilien dar. Die Eigentumsquote an diesen Immobilien ist sehr hoch; lediglich ein kleiner Teil gehört Investoren.

Kennzeichnend für Unternehmensimmobilien ist deren mögliche Nutzungsänderung durch Umwandlung. So können beispielsweise aus Forschungsflächen Lager entstehen. Diese Flexibilität führt dazu, dass vielfältige Branchen auf unterschiedlichen Flächenarten untergebracht werden können.


Arten von Unternehmensimmobilien

Produktionsimmobilien: In diesem Typus sind Produktionsstätten des sogenannten nicht-störenden verarbeitenden Gewerbes beheimatet. Sie umfassen damit also keine industriell genutzten Flächen, von denen hohe Emissionsbelastungen ausgehen. Häufig weisen sie eine Lage mit vorteilhafter städtischer Anbindung auf.

Transformationsimmobilien: Diese weisen eine organisch gewachsene Gebäudestruktur auf und sind meist in zentraler Lage zu finden. Auf dem Wege der Transformation werden solche Objekte meist von einem Single-Tenant-Objekt mit vormals einheitlicher Nutzung in ein Mehr-Parteien-Objekt unterschiedlicher Nutzung umgewandelt. Häufig bestehen diese Gebäude aus einem renovierten, historischen Teil und einem kombinierten Neubau. Durch diesen historischen Charakter besitzen sie oft ein besonderes Flair.

Logistikimmobilien: In erster Linie Lagerungs- und Umschlagsorte für Waren und Güter, die sich schnell neuen Anforderungen anpassen lassen. Modernere Objekte können durch mehrere Mieter genutzt werden, da bereits bei der Entwicklung eine Drittverwendungsfähigkeit berücksichtigt wurde.

Gewerbeparks: Dabei handelt es sich meist um eine mit eigenem Management versehene Kombination aus Lager-, Büro-, Service- und Freiflächen. Mehrere einzelne Baukörper fügen sich zu einem Ensemble zusammen.[1] Gewerbeparks wurden früher meist außerhalb der Städte und Ballungszentren gebaut, rücken heute jedoch stärker in zentralere Lagen vor.
  • 1 Vgl. http://www.bulwiengesa.de/sites/default/files/iui_marktreport_1409_de_150dpi.pdf, S. 4
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: 17.06.2019