Sale and lease back SALB

Sale-and-lease-back (dt. „Verkauf und Rückanmietung“) beschreibt das Verfahren, bei dem der Eigentümer eine bislang selbst genutzte und im eigenen Bestand geführte Immobilie an eine Leasinggesellschaft (Leasinggeber) verkauft und anschließend im Rahmen eines langfristigen Leasing-Vertrages rückanmietet.

In Deutschland fungiert für einzelne Immobilien meist eine Immobilienleasinggesellschaft als Leasinggeber. Aufgrund der langfristigen Vertragsbindung sowie des hohen Restwertrisikos stellen diese hohe Anforderungen an die Bonität des Leasingnehmers sowie die Qualität der Immobilie selbst. Sale-and-lease-back-Transaktionen von Immobilienportfolios finden meist Anwendung bei internationalen Investoren, wobei überwiegend Fondsvehikel auf Leasinggeber-Seite konzeptioniert werden.

Vor- und Nachteile des Leasings

Zu den Vorteilen auf Leasingnehmer-Seite und somit als Gründe für eine Sale-and-lease-back-Transaktion zählen unter anderem die Generierung zusätzlicher kurz- bis mittelfristiger Liquidität durch Freisetzung des im Unternehmen gebundenen Eigenkapitals sowie die Optimierung der Bilanzrelation mittels Liquidation des Objektbuchwertes aus dem Anlagevermögen. Ein weiterer signifikanter Vorteil ist die unternehmensseitige Erhöhung der Flexibilität, da nach Ende der Vertragslaufzeit die Möglichkeit besteht, in eine kostengünstigere und/oder modernere Büroimmobilie umzuziehen oder aber auch von dem Ankaufsrecht Gebrauch zu machen und potenziell eingetretene Wertsteigerungen der Immobilie zu vereinnahmen. Nachteilig zu betrachten ist der geminderte Sicherheitsrahmen für Bankenkredite als Resultat der Liquidation der Immobilie aus dem Anlagevermögen.

Als Leasinggeber befindet man sich im Falle der Insolvenz des Leasingnehmers aufgrund des Aussonderungsrechts in einer vorteilhaften Stellung, da sich die Immobilie nicht im Vermögen des Leasingnehmers befindet und somit nicht in die Insolvenzmasse einfließt. Neben dem Vorteil der internen Vertriebswege können Kreditinstitute Leasing zum Zwecke der Preis- und Produktdifferenzierung nutzen. Nachteilig hingegen ist das Vermarktungsrisiko im Falle des Vertragsauslaufes ohne Rückkauf bzw. Vertragsverlängerung seitens des Leasingnehmers, einhergehend mit einer möglichen beschränkten Drittverwendungsfähigkeit der Immobilie.

Was genau ist Leasing?

Leasing beschreibt die gewerbsmäßige Vermietung von beweglichen oder unbeweglichen Anlagegegenständen durch den Leasinggeber (Hersteller, Leasing-Gesellschaft, Finanzierungsinstitut etc.) an den Leasingnehmer gegen Zahlung gleichbleibender periodischer Leasingraten. Das Leasing stellt somit eine vollständige Fremdfinanzierung dar.

Rechtlich betrachtet handelt es sich bei dem Leasing-Vertrag um eine Sonderform eines Vertrages, der Bestandteile des Miet- oder Pachtvertrages, Mietkaufes, Ratenkauf- und Geschäftsbesorgungsvertrages usw. beinhalten kann.
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: 22.01.2019