Real Estate Facility Management

Anmerkung: Der Begriff Facility Management wurde in Real Estate Facility Management umgewandelt, da hierbei eine größere Überschneidung mit dem Dienstleistungsangebot von Corpus Sireo besteht.


Ziel des Real Estate Facility Managements ist es, während des gesamten Lebenszyklus einer Immobilie den Nutzen dieser zu erhalten und zu steigern und den Aufwand zu verringern. Dieses Verständnis vereint die zum Teil sehr unterschiedlichen Definitionen, die sowohl in der Literatur als auch in der Praxis existieren. So nutzen insbesondere Unternehmen die breite Auslegung des Begriffes für ihre strategische Marktpositionierung. In der jüngeren Vergangenheit wurden unterschiedliche Versuche aufgestellt, eine einheitliche Definition zu schaffen. Dabei ist festzustellen, dass sich das amerikanische Verständnis, bei dem der Nutzer einer Immobilie im Mittelpunkt der Betrachtung steht, gegenüber dem deutschen Verständnis, nach dem der Eigentümer im Mittelpunkt steht, unterscheidet.1 Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. versucht mit ihrer Definition daher einen Standard für die Immobilienbranche zu etablieren, die lautet:


„Real Estate Facilitymanagement (REFM): das lebenszyklusbezogene, nutzungsorientierte, operative Management immobilienbezogener Prozesse im Interesse des Nutzers bzw. zur zielgemäßen Sicherstellung der Nutzung. Ziel ist die effiziente Umsetzung der vorgegebenen Objektstrategie mit Schwerpunkt auf die den Qualitäts-, Termin- und Kostenanforderungen der Nutzer entsprechende Bereitstellung immobilienbezogener Leistungen.“2


Im Verständnis der gif stehen die Interessen des Nutzers im Mittelpunkt, die allerdings mit den Zielvorgaben des Asset Managements bzw. des Eigentümers vereint werden müssen. Ferner verdeutlicht sie die operative Managementkomponente des Real Estate Facility Managements.
Die Aufgaben des Real Estate Facility Managements werden üblicherweise in die drei Bereiche der kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Leistungen unterteilt. Die Aufgabenbündel innerhalb dieser drei Bereiche sind äußerst breit und unterscheiden sich je nach Dienstleister stark.3
  • 1 Vgl. Pfnür, Andreas (2011): Modernes Immobilienmanagement, 3. Aufl. Berlin, S. 363-365.
  • 2 Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) (2015): Begrifflichkeiten/Managementebenen/Funktionsbereiche. Abrufbar im Internet. URL: http://www.gif-wiki.de/w/Begrifflichkeiten/Managementebenen/Funktionsbereiche. Stand: 13.12.2015.
  • 3 Vgl. Teichmann, Sven A. (2007): Bestimmung und Abgrenzung von Managementdisziplinen im Kontext des Immobilien- und Facilities Managements. In: Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. Zeitschrift für Immobilienökonomie, Heft 2/2007, S. 5-37.
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: 17.01.2019