Makrolage

Die Makrolage beschreibt den geographisch abgegrenzten Teilmarkt, in welchem sich eine Immobilie befindet. Üblicherweise handelt es sich dabei um die Stadt oder Region, in der das Objekt gelegen ist. Städte und Regionen entstehen durch Symbiosevorteile, die durch die räumliche Ansammlung von Unternehmen und Menschen entstehen. Eine funktionierende Makrolage dient somit als Grundlage für die Erhaltung attraktiver Immobilienstandorte und ist damit Voraussetzung für ein Investment. Aus diesem Grund kommt der Analyse des Makrostandortes im Rahmen der Standort- und Marktanalyse (STOMA) eine außerordentlich wichtige Bedeutung zu. Die Analyse ist daher nicht nur im Rahmen der Investitionsentscheidung sinnvoll. Vielmehr empfiehlt sich für Investoren und Eigentümer eine ständige Überprüfung der Makrolage.1
Tendenziell, mit zunehmender Projekt- und Objektgröße, nimmt die relative Bedeutung des Makrostandortes im Vergleich zum Mikrostandort zu.

Bei der Analyse wird grundsätzlich zwischen harten und weichen Standortfaktoren unterschieden. Nach der Bestimmung der räumlichen Ausdehnung und Struktur der Makrolage, welche abhängig vom Standort und der jeweiligen Nutzungsart ist, werden folgende wesentlichen harten Standortfaktoren analysiert:2

 

  • Bevölkerungsstruktur (z. B. Migrationstrends)
  • Alters-, Einkommens- und Haushaltsstruktur
  • Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung
  • Diversifikationsgrad der lokalen Wirtschaftsstruktur
  • Öffentliche Einrichtungen (Ministerien, Gerichte, Verwaltungen etc.)
  • Verkehrsinfrastruktur (Flughafen, Bahn, Straßen etc.)

Neben den harten Standortfaktoren, deren Ergebnisse häufig objektiviert werden können, sind im Rahmen der Makroanalyse auch weiche Standortfaktoren wie Image der Makrolage und ihre natürliche Attraktivität zu untersuchen.3


  • 1 Vgl. Kurzrock, Björn-Martin (2011): Immobilienanalyse. In: Rottke, Nico B.; Thomas, Matthias: Immobilienwirtschaftslehre Band I. Management, Köln, S. 731.
  • 2 Vgl. Isenhöfer, Björn; Väth, Arno; Hofmann, Philip (2008): Immobilienanalyse. In: Schulte, Karl-Werner: Immobilienökonomie, Band I, 4. Aufl. München, S. 417-423.
  • 3 Vgl. Wellner, Kristin (2003): Entwicklung eines Immobilien-Portfolio-Management-Systems zur Optimierung von Rendite-Risiko-Profilen Diversifizierter Immobilien-Portfolios. In: Pelzl, Wolfgang: Reihe Immobilienmanagement, Band 3, S. 198-201.
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: 17.06.2019