Käufermarkt

Als Käufermarkt wird eine Marktsituation bezeichnet, die durch eine überdurchschnittlich starke Verhandlungsposition seitens des Käufers gegenüber dem Verkäufer gekennzeichnet ist. Diese starke Position geht in der Regel mit sinkenden Preisen einher, wobei der Grund hierfür meist in einem Angebotsüberschussliegt. Dieser Überschuss kann durch ein steigendes Angebot bei gleichbleibender Nachfrage oder ein konstantes Angebot bei sinkender Nachfrage zustande kommen. Das Gegenteil ist der Verkäufermarkt.

Merkmale des Käufermarkts

Bei einem Käufermarkt können Vertragsbedingungen komplett oder in wesentlichen Teilen vom Käufer festgelegt werden, da dieser sich, bedingt durch die Marktsituation, in einer stärkeren Verhandlungspositionbefindet. Zu diesen Vertragsbedingungen zählen beispielsweise Absprachen über Zahlungsweisen, Rabatte und Nachlässe oder Lieferbedingungen. Der wichtigste Indikator für einen Käufermarkt ist jedoch der Preis bzw. das auf dem Markt vorherrschende Preisniveau. Ob ein Käufermarkt vorliegt, lässt sich ermitteln, wenn die genannten Parameter in einer Marktsituation auftreten, in der ebenfalls ein starker Angebotsüberhang zu verzeichnen ist. Meist sind solche Marksituationen regional begrenzt.

Zustandekommen eines Käufermarkts

Ein Käufermarkt im Immobilienbereich kann beispielsweise in einer Stadt oder Region mit hohem Angebot an Immobilien entstehen. Dem potenziellen Käufer bietet sich eine vergleichsweise große Auswahl und seinem Bedarf steht somit ein entsprechend großes Angebot gegenüber. Genau umgekehrt verhält es sich beispielsweise in einem Ballungszentrum, in dem nur wenige Objektangebote zu verzeichnen sind. Hier kann sich bei entsprechender Nachfrage der Verkäufer die Käufer aussuchen und die Vertragsbedingungen wesentlich beeinflussen. In diesem Fall spricht man von einem Verkäufermarkt.
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: 18.09.2019