CREM

Corporate Real Estate Management (CREM) bezeichnet das aktive strategische wie operative Management aller Immobilien von sogenannten Non-Property-Companies, wie z. B. der Deutschen Telekom AG. Es deckt dabei alle immobilienwirtschaftlichen Belange dieser Nicht-Immobilienunternehmen ab, deren primäres Kerngeschäft außerhalb des Bereichs der Immobilienwirtschaft angesiedelt ist.

Der entscheidende Unterschied zum Real Estate Management im Allgemeinen liegt in der Betrachtungsweise der Immobilie. Während sie im herkömmlichen Sinn als Anlageobjekte dienen, stellt CREM die Bedeutung der Immobilien als Betriebsmittel für den originären Leistungserstellungs-prozess in den Fokus.

Dabei fallen sowohl betriebsnotwendige als auch betriebsneutrale Objekte in den Verantwortungs-bereich des CREM. Je höher die strategische Wichtigkeit einer Immobilie für das Unternehmen ist, desto wichtiger ist eine langfristige Sicherung und Verfügbarkeit dieser Liegenschaften. Bei betriebsneutralen Objekten hingegen stehen vielfältige Möglichkeiten – von externer Vermietung bis zur Veräußerung – offen, die es je nach Unternehmensstrategie abzuwägen gilt.

Bedeutung von CREM in Deutschland


CREM (im deutschen Sprachraum auch als betriebliches Immobilienmanagement bekannt) erfährt seit Beginn der 1990er Jahre vermehrt Aufmerksamkeit in Deutschland und wird zunehmend professionalisiert. Nicht nur aufgrund der hohen Komplexität, Kapitalbindung sowie Kostenintensität haben mittlerweile viele Unternehmen die Notwendigkeit eines aktiven und differenzierten betrieblichen Immobilienmanagements erkannt. Es ist zudem – wenn auch zweitrangig – als effektiver Beitrag zum Shareholder Value des Gesamtunternehmens in das Blickfeld von Non-Property-Companies gerückt, da Erträge u. a. durch die gezielte Vermarktung betriebsneutraler Objekte generiert werden können. Bei den durch betriebliches Immobilienmanagement betreuten Flächen handelt es sich meist um Handels-, Büro-, Logistik- oder Industrieflächen.

Der Corporate-Real-Estate-Ansatz


Die immobilienbezogene Strategie eines Unternehmens leitet sich aus seiner individuellen, übergeordneten Unternehmensstrategie ab. Sie gibt die Rahmenbedingungen vor, die anschließend in den einzelnen Teilbereichen des Corporate-Real-Estate-Managements ausgestaltet und umgesetzt werden. Das Portfoliomanagement als oberste Real-Estate-Management-Ebene transformiert die Vorgaben der Unternehmensstrategie auf Immobilienebene in einzelne Strategiekomponenten und Maßnahmen (oft mit dem Ziel der Minimierung von Kosten und Risiken), die dann wiederum vom Asset Management auf Objektebene umgesetzt werden. Die operativen Funktionen des technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Facility Managements sowie die Projektentwicklung und das Transaktionsmanagement unterstützen das Management in der direkten Ausführung, setzen die jeweiligen Maßnahmen um und fungieren somit als Schnittstelle zum Nutzer der Immobilie.

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: 17.01.2019